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Hilde Firtel - Pionierin der Legion Mariens in Deutschland (1910 - 1991)

Hilde Firtel bei der US Army

Als Wienerin aus jüdischem Elternhaus fand Hilde Firtel den Weg zur Katholischen Kirche, lebte in Italien und England, wo sie die Legion Mariens kennen lernte. 1945 wurde sie als Legionsgesandtin nach Deutschland geschickt, was ihr als Angehörige der US Army gelang.

Systematisch besuchte sie alle Bischöfe der Bundesrepublik Deutschland: innerhalb von zehn Jahren gab es Legionsgruppen in allen Diözesen.

 

 

Hilde Firtel mit Frank Duff am Flughafen

Auszug aus einer ihrer vielen Publikationen:

Oft hat man es der Legion Mariens vorgeworfen, dass sie bewusst darauf verzichtet, materielle Unterstützung zu gewähren. In jener furchtbaren Zeit, da tausende von halbverhungerten Flüchtlingen und Heimatvertriebenen aus Güter- und Viehwagen ausgeladen wurden, um in die verschiedenen Auffanglager verfrachtet zu werden, hat es sich gezeigt wenn es noch eines Beweises bedurfte -, wie weise diese Verfügung ist. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass ja nicht einmal die öffentliche Caritas in der Lage war, den Übergroßen Anforderungen der Stunde gerecht zu werden, wäre alles, was wir Legionäre hätten tun können, weniger gewesen wäre als ein Tropfen auf einen heißen Stein! Hier zeigte es sich in überwältigender Weise, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt. Die Dankbarkeit dieser ärmsten für unsere Besuche war unbeschreiblich. "Das ist das erste freundliche Wort, das wir seit unserer Ausweisung gehört haben!" wurde uns häufig gesagt. Zuweilen umarmten und küssten die Leute uns unter Tränen. Gewiss hätte man ihnen ein Almosen bringen können; aber diese Menschen waren es nicht gewohnt, Almosen zu empfangen. Dadurch, dass wir aus reinem menschlichen und christlichen Interesse an ihrem Schicksal zu ihnen kamen, gaben wir ihnen ihre geschändete Menschenwürde wieder. Mehr als einmal wurde uns das gesagt.