Regia Köln: Wallfahrt nach Bessenich

Das Präsidium „Maria, Unbefleckte Empfängnis“, Zülpich (früher Curia Eifel) hat am 13. Juli seine 500. Fatima-Wallfahrt nach Zülpich-Bessenich durchgeführt. Nach fast 42 Jahren, jetzt im Jubiläumsjahr 100 Jahre Fatima, trafen sich wie an jedem 13. Des Monats die Mitglieder und viele andere Pilger in der Dorfkirche St. Christopherus in Bessenich vor dem Gnadenbild der „Muttergottes von der Immerwährenden Hilfe“. Dieses bekannte, von Papst Leo XIII. geweihte Gnadenbild hat der damalige Pfarrer Jakob Dunker 1889 nach Errichtung einer kanonischen Erzbruderschaft unter den Titel der „Immerwährenden Hilfe“ aufgestellt.

Die Leitung der Wallfahrt hatte diesmal Diakon Winfried Niesen. Daneben nahm nach einer längeren krankheitsbedingten Auszeit auch Diakon Hubert Gatzweiler wieder daran teil. Er hat diese monatlichen Wallfahrten ins Leben gerufen und maßgeblich gestaltet. Im Jahresablauf wird die geistliche Leitung der Wallfahrt jeden Monat von einem anderen Priester übernommen.

Doch zuvor sei noch ein Blick auf die Anfänge der Legion in Zülpich und der Wallfahrten gerichtet.

Das Präsidium Zülpich wurde 1961 gegründet. Diakon Gatzweiler übernahm die Geistliche Leitung, die er bis heute inne hat. 1975 lernte er die Legion durch einen Besuch der Legionszentrale in Dublin noch besser kennen. Hier erlebte er auch unseren Gründer Frank Duff, der sich trotz seines hohen Alters von 86 Jahren noch seiner geistlichen Frische erfreute. Im gleichen Jahr beteiligte sich Diakon Gatzweiler zudem an einer internationalen PPC in Österreich, die ihm viele neue Kontakte und Impulse für die Ausbreitung der Legion vermittelte. Hierbei lernte er auch die 1969 von Kardinal Groer ins Leben gerufenen Fatima-Wallfahrten in Maria Roggendorf (Nähe Wien) kennen. Diese machten mit ihren feierlichen Prozessionen auf ihn und andere Vertreter der Legion und Gebetsgruppen einen solch starken Eindruck, dass viele diese Wallfahrten in ihren Ländern einführten. Diakon Gatzweiler führte sie im Dezember 1975 nach dem Vorbild von Maria Roggendorf in Zülpich ein.

Er schrieb seinerzeit: „In diesen Jahren erlebte ich viele neue Berufungen von Priestern, Diakonen und Ordensleuten aus der Legion Mariens.“ Andere Vertreter von Gebetsgruppen machten ähnliche Erfahrungen. Die Gebetsanliegen solcher Wallfahrten sind neben denen der Muttergottes von Fatima um Gebet, Buße und Sühne insbesondere die Erneuerung der Kirche und den Frieden der Welt, heute auch um ein christliches Europa.

Auf Anregung des Präsidiums Zülpich nahm am 13. Mai 2017, dem 100. Jahrestag der ersten Erscheinung der Muttergottes in Fatima, auch eine Reihe von Legionären der Regia Köln mit ihrem Geistlichen Leiter Pfr. Wolfgang Biedaßek an der Wallfahrt teil. Die Gruppe traf sich in der Kirche St. Christopherus in Bessenich. Bei strahlendem Sonnenschein gingen die Pilger mit Beten des Rosenkranzes auf einem Fußweg zum nahegelegenen Örtchen Sievernich. Dort war nach Berichten von Pilgern die Muttergottes 2002 erschienen. Nach dem Besuch der Kirche stärkten wir uns im Haus der Begegnung bei Kaffee und Kuchen und beteten anschließend den Kreuzweg an den neu errichteten Stationen. Danach begaben wir uns zu dem auf Wunsch der Muttergottes erbauten Brunnen, wo wir uns an dem kühlen Quellwasser erfrischten. Nach dem Rückweg nahmen wir in einer gut gefüllten Kirche an dem feierlichen Gottesdienst in St. Christopherus mit schöner musikalischer Gestaltung teil. Er begann mir einer eucharistischen Anbetung in Verbindung mit Rosenkranz und Beichtgelegenheit. Anschließend feierten wir gemeinsam mit mehreren Priestern die hl. Messe. Die Geistliche Leitung hatte Monsignore Michael Kahle, der für diesen Gottesdienst eigens aus Rom angereist war. Seine Predigt war ganz auf das Anliegen von Fatima ausgerichtet. Er wies u. a. auf die Notwendigkeit hin, sich ganz auf die Wünsche der Gottesmutter auszurichten und unsere Bereitschaft zu Gebet, Buße und Apostolat zu bekunden. Nach der hl. Messe überreichte Monsignore Kahle an die beiden Söhne Theo und Hubert Gatzweiler, stellvertretend für Diakon Gatzweiler, der aus Gesundheitsgründen nicht teilnehmen konnte, eine Urkunde von Papst Franziskus mit folgendem Wortlaut: „Vater Franziskus erteilt Diakon Hubert Gatzweiler von Herzen den apostolischen Segen und erbittet auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria die Fülle der göttlichen Gnade.“ Dieser Segen wurde ihm zuteil als Anerkennung für die großen Verdienste, die er sich durch die langjährigen Wallfahrten erworben hat.

Nach der Wallfahrt lud das Präsidium Zülpich die Teilnehmer noch zu einem Imbiß neben der Kirche ein.

Die Regia dankt dem Präsidium Zülpich hiermit noch einmal für die Einladung zu der gut gelungenen Wallfahrt, der freundlichen Bewirtung und Organisation.

Otto Menzel (Schriftführer der Regia Köln)

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