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Edel Mary Quinn – Legions-Patronin für das Jahr 2020

In der letzten Ausgabe der „Stimme“ haben wir die ersten Erfahrungen Edels in Afrika in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen gestellt. In dieser Ausgabe der Stimme werden wir Edel am Beginn des 2. Weltkriegs begleiten. Diese Situation stellte sie vor eine Fülle neuer Herausforderungen. Gleichzeitig beginnt in dieser Zeit ihr körperliches Leiden. Obwohl ihr Geist immer wieder über ihren geschwächten Körper triumphiert, musste sie lernen, dass man auch auf die Signale des Körpers achten muss.

Edel Quinn zu Besuch bei Bischof Stam in Kakemega, Ende der 30er Jahre

Am 3. September 1939 brach der zweite Weltkrieg aus. Edel unterbrach ihre Arbeit nicht, wenn es auch in den Kreisen der Missionare viel Kopfschütteln gab. Es wusste ja niemand, ob nicht die ausländischen Missionare bald interniert werden würden. Vielleicht würde der Krieg auch auf Afrika übergreifen. War dies wirklich der geeignete Augenblick, apostolische Gruppen zu gründen, die vielleicht in wenigen Monaten wieder zerfallen müssten? Auch in Irland hatte man Sorgen. War es nicht besser für Edel heimzukehren? Schon mehrmals hatten Anfälle von Malaria sie zu Bett gezwungen. Möglicherweise würde der Krieg ihre Verbindung mit der Heimat abschneiden und es der Dubliner Zentrale unmöglich machen, die notwendigen Geldmittel zu überweisen. Aber Edel ließ sich nicht beirren. Ihr Entschluss zu bleiben, war fest. Sollte die Verbindung mit Irland abreißen, dann würde sie eben irgendeine Stellung finden. Gerade jetzt, wo infolge des Krieges keine Priester mehr aus Europa kommen konnten, war das Laienapostolat umso wichtiger. Edel setzte in blindem Gottvertrauen ihre Reisen fort. Der Erzbischof von Mauritius, jener Insel weit draußen im Indischen Ozean, hatte Edel eingeladen, auch in seinem Bistum die Legion Mariens einzurichten. Im Januar 1940 folgte Edel diesem Ruf. Damals machte der Unterseebootkrieg den Seeverkehr bereits unsicher und gefährlich, aber für Edel zählten solche Erwägungen niemals. Ohne Zögern schiffte sie sich ein. Schon sechs Tage nach ihrer Ankunft war die erste Gruppe gegründet. Drei Monate später wurden bei der Gründung der Curia bereits neunzehn Gruppen zusammengefasst. Hier kamen Edel ihre als Sekretärin erworbenen Französischkenntnisse zustatten, denn auf Mauritius wird Französisch gesprochen. Wie in Afrika, so gewannen auch hier alle sie lieb, mit denen sie zu tun hatte. Eine Legionarin von Mauritius beschreibt sie uns: zart, goldblond, mit einem bezaubernden Lächeln, geschmackvoll gekleidet, am liebsten in Blau, aber gequält von einem unablässigen Husten.  „Ach der Husten“, hatte Edel eines Tages wegwerfend ausgerufen, „den werde ich bis zu meinem Tode nicht mehr los!“
Ein einziges Mal, so wird erzählt, ließ Edel ahnen, wie viel sie im Laufe ihres Wanderlebens gelitten haben muss. Nach acht Monaten verließ sie die Insel Mauritius, die ihr so lieb geworden war. Als sie sich von einer jungen Legionärin und deren Familie verabschiedete, mit der sie während ihres Aufenthaltes innige Freundschaft geschlossen hatte, brach sie plötzlich in Tränen aus. „So ist mein Leben“, sagte sie. „Sobald meine Arbeit wirklich interessant wird und ich irgendwo Freundschaft geschlossen habe, muss ich wieder fort ins Unbekannte. “ Dann aber wird weiter berichtet, dass Edel in die nächste Kirche gegangen sei. Eine kleine Weile betete sie vor dem Allerheiligenten – dann trat sie heraus mit ihrem alten Lächeln auf den Lippen. Auch der Bischof der Insel Réunion wünschte Edels Besuch; aber durch den Krieg war der Schiffsverkehr zu dieser Insel unterbrochen.

Edel auf dem Krankenlager

Edel kehrte nach Afrika zurück. Infolge der Kriegsgeschehnisse musste die Route über Durban nehmen.  Während der ganzen Reise war sie seekrank; aber schon eine halbe Stunde nach ihrer Ankunft in Durban finden wir sie in einer Legionszusammenkunft. Sie tat all dies ohne zu klagen, obwohl ihre Schwäche zu dieser Zeit schon Besorgnis erregend war.  Ja, es hatte sich sogar einmal bereits das Gerücht von ihrem Tod verbreitet. Edel  lachte nur, als sie es hörte.  Ihr nächstes Arbeitsgebiet war Njassaland, dessen zwei Vikariate sie nun bereiste. Hier waren die Bischöfe von Anfang an der Legion gewogen und hatten alle  Missionare auf dieses Apostolat hingewiesen. So hatte Edel hier nicht mit all den vielen Vorurteilen und Einwänden zu kämpfen, die ihr anderswo begegnet waren. Ihr einziges Kreuz – aber welch ein schweres!  – war es, dass ihr armer, kranker Körper mehr und mehr den Dienst versagte. Sie gab nicht nach, sie gönnte sich kaum jemals ein Wochenende oder einen Ruhetag. Ihre Briefe nach Irland waren von stets gleichbleibender Fröhlichkeit. Kein Außenstehender hätte erraten können, welche heroischen Anstrengungen es sie kostete, diese Tätigkeit aufrecht zu erhalten (…. ).

Im Jahre 1941 kam schließlich der Zusammenbruch. Edel bekam die Ruhr. Sie hatte keine Zeit, sich zu schonen. Dann kam ein böser Anfall von Malaria, dann Rippenfellentzündung. Aber Edel hatte ihr Programm auf drei Wochen festgelegt. Es gab noch Praesidia zu errichten, noch eine Curia zu gründen. Sie setzte ihre Arbeit fort. Eines Tages kam ein Priester zu ihr, um Legionsangelegenheiten mit ihr zu besprechen. Mitten im Gespräch fragte er unvermittelt. „Ist es Ihnen eigentlich klar, dass Sie dem Tode nahe sind? Haben Sie sich vorbereitet?“ Für Edel war es nichts Neues, ihre Arbeiten mit 39 Grad Fieber zu verrichten. Es bedurfte dieser Worte, um sie endlich auf ihren Zustand auf merksam zu machen. So entschloss sie sich, nach Dublin zu telegraphieren.  Ihr Telegramm loste natürlich die größte Bestürzung aus, da es wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam: „Rippenfellentzündung, ziemlich schwach. Gewicht 75 Pfund. Weiterarbeit vorläufig unmöglich. Längere Ruhezeit notwendig. Erwarte Anweisungen“ Man antwortete ihr telegraphisch, lud sie ein, sofort heimzukommen. Aber schon wenige Tage später sandte Edel eine zweite Depesche: „Nehme sechs Wochen Urlaub, dann wahrscheinlich Heimreise nicht notwendig. Sorgt euch nicht, gute Pflege. Sendet sofort zweitausend Gebetszettel“
Der letzte Satz ist typisch für Edel.  Der Bischof von Njassaland, Exzellenz Julien von den Weißen Vätern, sorgte dafür, dass Edel in einem Kloster Aufnahme und Pflege ſand. Er besuchte sie oft „Das einzige, was ich noch für Sie tun kann“, sagte er eines Tages zu ihr, “ ist, lhnen ein so schönes Begräbnis zu geben, wie es einem so großen Apostel geziemt.“ Edel lachte herzlich, das war ihre einzige Antwort. Der Arzt riet dringend zu einem Klimawechsel. So reiste Edel nach Johannesburg. Die genaue ärztliche Untuntersuchung ergab fortgeschrittene Tuberkulose. Mindestens sechs Monate absoluter Ruhe waren notwendig. Edel war kaum zu erkennen. Ihre schönen blonden Haare waren last weiß geworden, sie war erst 34 Jahre alt und sah aus wie eine Sechzigjährige. Endlich nach fünf Monaten ihres Krankenlagers zeigte sich eine leichte Besserung. Sie durfte täglich eine halbe Stunde aufstehen Und schon wieder hielt ihre Legionsarbeit sie ganz in Bann, beherrschte ihren Briefwechsel mit Dublin. Vom Krankenbett aus korrespondierte sie mit allen ihren Legionsgruppen. Und von überallher kamen gute Nachrichten. Ein Brief aus Nairobi erzählte von 300 Taufen und mehr als 1000 Katechumenen, die nun Konvertitenunterricht erhielten. Ein anderer Brief berichtete von der Taufe von 16 Aussätzigen, die alle von Legionären bekehrt und im katholischen Glauben unterwiesen worden waren. So reich war überall die Ernte, dass es Edel schien, als sei ihre Krankheit nur ein kleiner Preis, den sie für all diesen Segen zu zahlen hatte. Nach sechs Monaten in Johannesburg konnte Edel in ein anderes Sanatorium gebracht werden. Es lag etwa 1800 m über dem Meeresspiegel und war daher besonders geeignet für die Rekonvaleszenz. Edels Gewicht war von 75 auf 88 Pfund gestiegen. Dies war immer noch wenig, aber es zeigte doch eine gewisse Besserung an. Edel war voller Optimismus und machte bereits Pläne für ihre Rückkehr nach Nairobi und die Wiederaufnahme ihrer Arbeit. Dublin verlangte allerdings, dass sie nichts ohne Erlaubnis des Arztes unternehme. So lernte Edel wenigstens Kisuaheli, um sich in Nairobi mit ihren geliebten Afrikanern in deren eigener Sprache unterhalten zu können. Aber lange hielt Edel die Untätigkeit nicht aus. Kaum durfte sie das Bett verlassen, kaum konnte sie wieder einige Schritte gehen, da hielt sie es nicht länger. Bald schrieb sie nach Irland, dass Nairobi vom klimatischen Gesichtspunkt aus günstiger für sie sei als Südafrika, und dass sie aus diesem Grunde zurückzukehren beschlossen hätte. Allerdings war man nun mitten im Krieg und das Reisen war äußerst beschwerlich. Das Schiff, das sie von Durban nach Mombasa bringen sollte, erhielt Befehl, einen anderen Kurs zu nehmen. Schließlich blieb ihr nichts übrig, als im Flugzeug nach Nairobi zurückzukehren. Drei Tage lang dauerte die Reise. Edel war die ganze Zeit schwer luftkrank. Sie war schwach zum Umfallen und kam in einem Zustand völliger Erschöpfung an, doch war sie strahlend glücklich, nur endlich wieder am Ort ihrer Tätigkeit angekommen zu sein.Schon am nächsten Tag besuchten der Bischof und mehrere Priester sie. Ihr Anblick löste Bestürzung aus; sie war nur mehr ein Schatten ihrer selbst. Aber ihr Lächeln und ihre unerschöpfliche gute Laune ließen die Besucher bald ihr Aussehen vergessen. Bei Edel beherrschte die Seele den Körper gänzlich. Ihre strahlenden Augen, ihr munteres Geplauder, ihre raschen und energischen Bewegungen täuschten einen jeden über ihren wahren Gesundheitszustand hinweg. Und so wunderte sich nach einiger Zeit niemand mehr, als sie ihre Legionsarbeit wieder aufnahm.

Die Legion Mariens – Evangelisation der Welt

Die Legion Mariens ist eine internationale katholische Laienbewegung, die am 7. September 1921 von mehreren Katholiken unter Leitung von Frank Duff in Dublin (Irland) gegründet wurde.
Seit nun etwa 90 Jahren sind engagierte Katholiken der Einladung Jesu gefolgt und haben das Evangelium den Menschen verkündet (vgl. Mk 16,15).
So sind wir heute weltweit vertreten und haben in über 170 Ländern über

  • 3 Millionen aktive und über
  • 10 Millionen betende Mitglieder.

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Wir verstehen uns als Katholiken, die ihre Berufung als Sauerteig in der Gesellschaft gemeinschaftlich und in Gruppenarbeit lokal wie überregional durch regelmäßiges Gebet und wöchentliches umsetzen.

So halten wir uns treu an die Lehren des Apostolischen Stuhls in Rom durch Loyalität zum Papst.

Als aktive Katholiken verstehen wir die Bibel als authentische Quelle und Inspiration unseres Wirkens und ergänzen unser Glaubenswissen durch das Studium des Katechismus der katholischen Kirche.

Durch unsere marianisch geprägte Spiritualität wollen wir den Menschen einen Weg zu und mit Jesus Christus aufzeigen, der einfach, aufrichtig und familiär ist.

Denn Jesus ist nicht nur unser Herr und Gott. Er will auch unser Bruder und Freund sein.

Durch ihn und mit Hilfe der Gläubigen soll der Wille des himmlischen Vaters erfüllt werden.

Alle Menschen sollen im Glauben eins sein und erkennen, dass sie eine unsterbliche und unendlich geliebte Seele haben, die für das ewige Heil im Himmel bestimmt ist.

Quelle: www.vatican.va

Die Päpste

haben das Wirken der Legion Mariens immer wieder lobend gewürdigt.

Auch Papst Benedikt XVI. sieht sich in dieser Tradition als Förderer und Befürworter unserer Spiritualität und hat dies 2009 in einem Brief an Tommy McCabe (damaliger Präsident des Conciliums in Dublin) bekräftigt.

Wegbereiter weltweiter Ausbreitung >

  • Frank Duff
  • Edel Quinn
  • Alfons Lambe
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