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Jahreswallfahrt der Regia zu einigen Kölner Kirchen

Die Wallfahrt im Mai 2019 führte uns zu 5 älteren Kirchen im Zentrum von Köln: Die Wallfahrtskirche Maria in der Kupfergasse, die Kirchen St. Andreas, St. Ursula, St. Mariä Himmelfahrt und der Kölner Dom. Sie sind in wenigen Minuten zu Fuß voneinander zu erreichen. Die Kirchen stammen alle aus dem Mittelalter. Im 2. Weltkrieg wurden sie mehr oder weniger schwer beschädigt, nach dem Krieg aber so weit wie möglich originalgetreu wieder aufgebaut. Die genannten Gotteshäuser haben eine lange Vorgeschichte und sind wie andere ältere Kirchen mit vielen schönen Heiligenbildern und baulichen Kunstwerken ausgestattet. Wegen ihrer überregionalen, historischen Bedeutung sei zunächst auf die Entstehung der Wallfahrt zu Maria in der Kupfergasse eingegangen (nach Ausschnitt der Festschrift zum 200. Pfarrjubiläum 2003).

Das Gnadenbild

Das Gnadenbild

Anfang des 17. Jahrhunderts kam es infolge konfessioneller Gegensätze in der niederländischen Bevölkerung zu gewalttätigen Ausschreitungen. Deshalb verließen viele Katholiken ihre Heimat, um in der katholischen Reichsstadt Köln Zuflucht zu nehmen. Auch Ordensleute flohen nach Köln, so die Brüder der Unbeschuhten Karmeliten. Sie errichteten in der südlichen Vorstadt ein Kloster und eine dem hl. Josef geweihte Kirche. Später folgten Unbeschuhte Nonnen der Karmelitinnen aus dem niederländischen Nordbrabant und ließen sich im Bereich der Kupfergasse nieder. Unterstützt durch Schenkungen und Privilegien veran-lassten sie, einen dort gelegenen Hof in eine Klosteranlage umzuwandeln. Prominente Persönlichkeiten förderten den Bau von Kirche und Kloster. So unterstützte ein päpstlicher Nuntius in Köln, der spätere Papst Alexander VII., die Karmelitinnen materiell und geistlich. Zwei bedeutende, tiefgläubige Frauen, Kaiserin Eleonore Magdalena von Pfalz-Neuburg und Kaiserin Wilhelmine Amalie von Braunschweig, ermöglichten durch ihren Einfluss die baulichen Voraussetzungen. Die Schwestern ließen eine Kapelle nach dem Vorbild des Heiligen Hauses von Loreto errichten. Hier fand auch das jetzige Gnadenbild, eine aus Lindenholz geschnitzte Marienstatue, ihren Platz, wahrscheinlich das Werk eines niederländischen Künstlers (siehe Bild). Die Kapelle wurde zum Fest Mariä Geburt am 08. September 1675 eingeweiht. Infolge der stark ausgeprägten Marienverehrung entwickelten sich, ähnlich wie an anderen Pilgerstätten, zunehmend Wallfahrten mit Prozessionen, die auch auf die zahlreichen Gebetserhörungen zurückzuführen sind. Die Klosterkapelle mit dem Gnadenbild in der Kupfergasse erlangte für den Orden und die Stadt eine zunehmende, überregionale Bedeutung. Die Pilger verehrten das Gnadenbild, spendeten Schmuckstücke und brachten zahlreiche Opferkerzen dar.,Adolph Kolping besuchte oft die Kirche in der Kupfergasse und fand dort im Gebet Klarheit über seine Berufung zum Priestertum. Viele andere Persönlichkeiten, Bischöfe, Priester und Laien, besuchten gerne die Schwarze Madonna in der Kupfergasse und fanden geistliche Hilfe. Die Schwarze Madonna wurde sogar von Häftlingen im KZ Dachau mit eigenen Andachten heimlich verehrt. Das Gnadenbild blieb im 2. Weltkrieg 1942 trotz eines Brandes unversehrt. Eine mutige Ordensschwester bewahrte es vor der Zerstörung. Das Bild wurde nur vom Feuer geschwärzt und ist bis heute als die Schwarze Muttergottes bekannt. Die Pfarrgemeinde St. Maria in der Kupfergasse bildet seit 2010 zusammen mit den ehemaligen Innenstadtpfarreien St. Aposteln, St. Kolumba, St. Andreas und der Dompfarrei die neue Pfarrei St. Aposteln. ,,Die Wallfahrt stand unter der Führung unseres Geistlichen Leiters, Pfarrer Wolfgang Biedaßek. Außerdem nahm Pfarrer Wilhelm Pötter, der Geistliche Leiter der Curia Mönchengladbach, daran teil. Die Legionäre waren aus verschiedenen Orten angereist. ,Wir trafen uns zunächst an der Wallfahrtskirche „Maria in der Kupfergasse“. Vor dem Gnadenbild beteten wir 3 Ave Maria um Stärkung des Glaubens und Vermehrung der Gottes- und Nächstenliebe. Es bestand noch Gelegenheit zu einem stillen Gedenken und Anzünden einer Kerze in persönlichen Anliegen. ,,Von der Kupfergasse aus begaben wir uns zur Kirche St. Andreas. Sie ist dem Apostel Andreas geweiht. Nach Zeugnissen der Kirchenväter starb der hl. Andreas unter der Herrschaft von Kaiser Nero nach seinen Missionsreisen in Griechenland als Martyrer auf dem sog. Andreaskreuz. Im nördlichen Querarm der Kirche befindet sich ein Bild vom Martyrium des Heiligen. Im südlichen Querarm der Kirche befindet sich der in Gold gefasste Makkabäer-Schrein, der die Reliquien der 7 alttestamentlichen jüdischen Märtyrer enthält. In der Krypta ruhen auch die Gebeine des bekannten deutschen Bischofs und Kirchenlehrers Albertus Magnus (1200-1280). Hier verrichteten wir die Eröffnungsgebete mit dem Rosenkranz und feierten mit unserem Geistlichen Leiter die hl. Messe.,Danach hielten wir unsere Mittagsrast im Brauhaus Sion.,,Anschließend gingen wir zur Kirche St. Ursula. Die Namenspatronin hat wahrscheinlich im 3. Jahrhundert zusammen mit ihren Gefährtinnen den Martyrertod erlitten. Im 12. Jahrhundert entdeckte man in der Nähe der Kirche einen römischen Friedhof mit zahlreichen Skeletten, welche auf das Martyrium vieler Heiliger hindeuten. Wegen der großen Anzahl der Reliquienfunde kam es zu einem starken Anstieg der Pilgerreisen, so dass man die Kirche erweitern musste. Der Reliquienschrein der hl. Ursula befindet sich im Bereich des Hochaltars. Am Ende des südlichen Seitenschiffs führt eine Tür in die sog. Goldene Kammer. Sie diente der Aufbewahrung und Verehrung von Reliquien und birgt eine Vielzahl von Büsten, Schädeln, Gebeinen und goldenen Zierrat. ,Die weitere Kirche, St. Mariä Himmelfahrt, steht in der Nähe des Kölner Doms Sie ist neben dem Dom die zweitgrößte Kirche in Köln. Das Gotteshaus wurde im 17. Jahrhundert im Stil des Barock erbaut mit dem Wunsch, den kath. Glauben nach Ausbreitung der Reformation wieder neu zu stärken (siehe Bild vom Hochaltar). Heute dient die Kirche u. a. der italienischen kath. Gemeinde Köln für ihre Gottesdienste. Bei unserem Besuch fand gerade eine italienische Trauung statt. Wir nutzten den Aufenthalt zum stillen Gebet. Während des eucharistischen Kongresses 2013 in Köln stand die Kirche den Besuchern für die ewige Anbetung zur Verfügung.

Gruppenfoto mit Teilnehmern der Wallfahrt vor dem sog. Gnadenstuhl im Hohen Dom zu Köln

Zum Abschluss unserer Wallfahrt besuchten wir den Hohen Dom in Köln. Er steht unter dem Patronat St. Peter und Maria. Der Kölner Dom zählt zu den größten Sakralbauten des Mittelalters und ist das erste Gotteshaus in Deutschland, das durchgehend im gotischen Stil erbaut wurde. Die erste Kirchenanlage stammt wahrscheinlich aus dem 4. Jahrhundert. Seither gab es einige Nachfolgebauten, bis der Dom 1880 in seiner jetzigen Form vollendet wurde. Im Jahre 1164 ließ Erzbischof Rainald von Dassel die Gebeine der Hl. Drei Könige von Mailand nach Köln überführen. Der Dreikönigsschrein, eine kostbare Goldschmiedearbeit, befindet sich im Altarraum des Doms. 1996 wurde der Dom von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.,Im Dom wird auch die Mutter Gottes in einem besonderen Gnadenbild, der sog. Schmuckmadonna, verehrt. Die Verehrung geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Votivgaben zeugen von vielfältigen Bitterhörungen und großer Dankbarkeit der Gläubigen für wunderbare Hilfe in Not und Gefahr. Hier brennen jeden Tag zahlreiche Kerzen, die Besucher in ihren Anlagen entzünden.,Vor dem Gnadenbild versammelten wir uns zum stillen Gebet. Auf der gegenüberliegenden Seite hängt ein Bild von der heiligsten Dreifaltigkeit, dem sog Gnadenstuhl. Hier verrichteten wir die abschließenden Legionsgebete. (Siehe den Hintergrund des Gruppenfotos mit einigen Teilnehmern.),,Anschließend begaben wir uns auf den Heimweg. Auch diese Wallfahrt hat uns wieder eine Fülle von Eindrücken aus den Schätzen unserer Kirchen geschenkt und neue Impulse für unsere Arbeiten gegeben. Wir danken der Mutter Gottes für alle Gnaden, die sie uns vermittelt hat.

Die Legion Mariens – Evangelisation der Welt

Die Legion Mariens ist eine internationale katholische Laienbewegung, die am 7. September 1921 von mehreren Katholiken unter Leitung von Frank Duff in Dublin (Irland) gegründet wurde.
Seit nun etwa 90 Jahren sind engagierte Katholiken der Einladung Jesu gefolgt und haben das Evangelium den Menschen verkündet (vgl. Mk 16,15).
So sind wir heute weltweit vertreten und haben in über 170 Ländern über

  • 3 Millionen aktive und über
  • 10 Millionen betende Mitglieder.

Werden auch Sie Teil an der Sendung der Kirche und helfen Sie mit, die Frohe Botschaft in die Welt zu tragen! Auch für das nächste Jahrzehnt ist dies unser Ziel, das mit Ihrer Hilfe schneller gelingen wird: Kommen Sie einfach zu einem unserer Treffen in Ihrer Umgebung.

Wir verstehen uns als Katholiken, die ihre Berufung als Sauerteig in der Gesellschaft gemeinschaftlich und in Gruppenarbeit lokal wie überregional durch regelmäßiges Gebet und wöchentliches umsetzen.

So halten wir uns treu an die Lehren des Apostolischen Stuhls in Rom durch Loyalität zum Papst.

Als aktive Katholiken verstehen wir die Bibel als authentische Quelle und Inspiration unseres Wirkens und ergänzen unser Glaubenswissen durch das Studium des Katechismus der katholischen Kirche.

Durch unsere marianisch geprägte Spiritualität wollen wir den Menschen einen Weg zu und mit Jesus Christus aufzeigen, der einfach, aufrichtig und familiär ist.

Denn Jesus ist nicht nur unser Herr und Gott. Er will auch unser Bruder und Freund sein.

Durch ihn und mit Hilfe der Gläubigen soll der Wille des himmlischen Vaters erfüllt werden.

Alle Menschen sollen im Glauben eins sein und erkennen, dass sie eine unsterbliche und unendlich geliebte Seele haben, die für das ewige Heil im Himmel bestimmt ist.

Quelle: www.vatican.va

Die Päpste

haben das Wirken der Legion Mariens immer wieder lobend gewürdigt.

Auch Papst Benedikt XVI. sieht sich in dieser Tradition als Förderer und Befürworter unserer Spiritualität und hat dies 2009 in einem Brief an Tommy McCabe (damaliger Präsident des Conciliums in Dublin) bekräftigt.

Wegbereiter weltweiter Ausbreitung >

  • Frank Duff
  • Edel Quinn
  • Alfons Lambe
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