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De Maria numquam satis – Von Maria nie genug“

Der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort

De Maria numquam satis – so hat Hilde Firtel die letzte ihrer 31 Betrachtungen überschrieben, die sie in dem Buch „Wunderbare Mutter – 31 Gedanken zum Maimonat“ veröffentlicht hat.

De Maria numquam satis – von Maria nie genug – ist ein Satz, der vom hl. Bernhard von Clairvaux stammt und der uns daran erinnern will, dass wir eigentlich nie genug von Maria sprechen, sie verkünden, sie betrachten, sie genug ehren und lieben können.

Wenn ich diese Aussage von Hilde lese, dann muss ich immer daran denken, dass sie ein sehr nüchterner Mensch war, also alle möglichen Formen von Süßlichkeit, von emotionalem Überschwang abgelehnt hat. Sie hat mit allem Nachdruck versucht, den Legionären klarzumachen, dass in der Legion Mariens keine andere Marienverehrung möglich ist, als die Marienverehrung unserer Kirche. Die Legion kennt keine Eigenwege in der Marienverehrung. Wie in allem anderen ist die Legion auch im Hinblick auf die Marienverehrung ganz in der Treue zum Lehramt der Kirche und zu dem, was für die Kirche zentral und wichtig ist, ausgerichtet.

Hilde hat in diesem Abschnitt darauf hingewiesen, dass die Bücher über Maria ganze Bibliotheken füllen und trotzdem kommen zu allen Zeiten neue Bücher, neue Betrachtungen, neue Ideen dazu. Und sie betont: Wir kommen deshalb nicht ans Ende, weil Maria in ihrem Leben und in ihrer Funktion so eng mit Gott verbunden ist, dass immer das Göttliche selbst berührt ist. Das Göttliche ist aber unerschöpflich. Wir werden nie ein Ende finden, das zu betrachten, was im Göttlichen grundgelegt ist, deshalb werden wir mit Maria und den Gedanken über Maria auch nie zum Ende kommen.

Von Maria nie genug, das ist sicherlich auch ein Gedankengang, der dem „spiritus rector“ der Legion Mariens, dem hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort zutiefst zu eigen war.

Wir haben am 28. April den Gedenktag des hl. Ludwig Maria gefeiert.

Wenn wir sein Leben kurz streifen, erinnern wir uns daran, dass er als Kind einer Juristenfamilie 1673 in Montfort sur Meu geboren wurde und schon in jungen Jahren, als er in Rennes ins Gymnasium ging, beseelt war, eine Gruppe von Schülern zusammen zu fassen und mit ihnen in irgendeiner Form zu beginnen, apostolisch tätig zu sein. Dieser Gedankengang des apostolischen Wirkens zieht sich bei Montfort durch sein ganzes Leben. Nach seinem Studium in St. Sulpice in Paris wurde er im Jahr 1700 zum Priester geweiht und ist dann nach Rom gegangen, um sich vom Papst den Titel eines „Apostolischen Missionars“ verleihen zu lassen, weil sein großes Anliegen, das sein ganzes Leben geprägt hat, war, dass er die Menschen viel näher an die tiefen Geheimnisse der Gottheit Jesu heranführen wollte. Im Betrachten des Leidens Jesu wollte er für die Menschen Quellen erschließen, die ihnen eine Möglichkeit geben würden, die Schwierigkeiten des Lebens zu bestehen. Wer einmal in der Bretagne war und die Orte aufgesucht hat, an denen Montfort gewirkt hatte, wird an vielen dieser Orte die Kalvarienberge finden, die zu Markenzeichen seines Lebens geworden sind. Überall, wo er diese Volksmissionen gehalten hat, hat er die Bewohner angehalten, diese greifbaren, realen Stätten der Erinnerung an das Leiden Jesu aufzurichten, um täglich neu daran erinnert zu werden, wie groß die Liebe Gottes zu uns Menschen ist. Sie ist so groß, dass Gott seinen eigenen Sohn hingibt bis ans Kreuz, dass er ihm all das zumutet, damit unser Heil, unsere Erlösung möglich werden kann.

Montfort selbst hatte sehr viele Schwierigkeiten in seinem Leben aushalten müssen – vor allem durch viele, viele Anfeindungen von anderen Geistlichen -, die mit seiner Art der Verkündigung, mit seinem Gedankengut überhaupt nicht zu Rande kommen konnten.

Frank Duff

Es gibt einen weiteren wesentlichen Punkt, auf den ich unbedingt eingehen will, der noch sehr viel mehr zu „de Maria numquam satis – von Maria nie genug“ führt.

Die wahre Marienverehrung“, die Schrift, die wir als Basis für „das Goldene Buch“ kennen, hat Montfort zu Beginn des 18. Jahrhunderts geschrieben. Sie hat damals keinerlei Verbreitung gefunden. Sie war vielmehr über 150 Jahre lang komplett verschollen. Sie ist erst auf einem Speicher Mitte des 19. Jahrhunderts wiedergefunden worden. Das Interessante ist, dass sie genau zu dem Zeitpunkt wiedergefunden wurde, als wir viele Ereignisse in der Kirchengeschichte verzeichnen, die in einer ganz intensiven Form marianisch geprägt sind.

Wir haben die Erscheinung in Lourdes 1858, wir haben kurz vorher die Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis 1854. Wir haben dann in der Folgezeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Erscheinungen in Fatima und die Gründung der Legion.

In dieser Schrift hatte Montfort damals schon die Vision, dass es eine große Schar von aktiven Laien geben wird, die sich ganz in den Dienst der Kirche stellen und deren apostolisches Ziel es ist, alle Menschen zu erreichen, und sie einzuladen teilzuhaben am katholischen Glauben.

Und Ihr wisst aus der Biographie von Frank Duff wie schwer es Frank Duff gefallen ist, die Schrift von Montfort zu lesen. Er hat einmal angefangen und sie beiseitegelegt. Er hat ein zweites Mal angefangen und sie beiseitegelegt. Und wenn der Freund, der ihm diese Schrift zu lesen gegeben hatte, nicht so ein guter Freund gewesen wäre und ihn gedrängt hätte, sie wiederum in die Hand zu nehmen und zu lesen, hätte er es wahrscheinlich nicht getan, obwohl Frank Duff ein sehr belesener Mensch war und mit Hingabe gelesen hat. So nahm er die Schrift zum dritten Mal in die Hand und las sie in kurzer Zeit komplett durch. Und er hatte – wie vom Blitz getroffen – erkannt, dass dies genau das war, nach dem er immer gesucht hatte. Das ist das, was die Muttergottes jetzt und in diesem Moment will.

Und so wurde das der Anfang der Geschichte der Legion. Das ist der Anfang eines der größten apostolischen Werke, die die katholische Kirche in ihrer gesamten Kirchengeschichte zu verzeichnen hat.

Wenn wir uns dessen bewusst sind, dann heißt das ja: Wir alle verdanken unsere Legionsmitgliedschaft, die Tätigkeit in der Legion, allein dem hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort.

Denn wäre er mit seinen Gedanken, die sich in dem Satz zusammenfassen lassen – von Maria nie genug – nicht so konzentriert, zusammenfassend und spirituell innovativ gewesen, dann hätte Frank Duff es nie erfasst. Vielleicht wäre es nie zur Gründung einer der größten apostolischen Laienorganisation der katholischen Kirche, nämlich der Legion Mariens gekommen.

Darum muss es uns immer wieder ein Anliegen sein, nicht nur den Gedenktag des hl. Ludwig Maria nicht zu vergessen, sondern ihn vielmehr bewusst zu feiern, weil er seine Auswirkungen auf unser eigenes Leben hat, und uns immer wieder diesen Schriften von Montfort zuzuwenden, immer tiefer in sie einzudringen, um auf diesem Weg immer weiter voranzuschreiten, uns immer mehr darin zu vertiefen, immer besser zu verstehen und dann aus diesem Verständnis heraus zu leben und zu arbeiten. Denn nur das, was ich in mich aufgenommen habe, was mich komplett durchdrungen hat, das kann ich auch wirklich weitergeben.

So sind eine tiefe Marienverehrung und ein inniges Verständnis der Rolle der Gottesmutter im Heilsplan Gottes absolut notwendig dafür, dass wir apostolisch tätig sein können.

Nur dann, wenn das Feuer der Gottesmutter in uns brennt, wenn wir uns wie sie zur Braut des Heiligen Geistes machen lassen, wenn wir dem Heiligen Geist den Raum in unseren Herzen einräumen, der ihm gebührt, dann werden wir so erfüllt sein, dass wir als kleine einzelne Legionäre in kleinen Präsidien trotzdem daran gehen können, das Antlitz der Erde zu erneuern.

Und ich glaube, wir brauchen uns keiner Illusion hinzugeben, dass es in diesen Tagen eines der dringlichsten Anliegen ist, die die Kirche überhaupt bewegen, wie wir den zum Erlöschen kommenden Glauben gerade in den europäischen Bereichen wieder neu entflammen.

Aber das geht eben nicht durch kluge Reden, das geht nicht durch Dozieren. Das geht nur dann, wenn wir das, was wir selber glauben, was der Heilige Geist in uns hineingelegt hat, mit anderen teilen.

Es ist nichts anderes, als dass wir unser Herz aufmachen und von dem, was uns zutiefst beseelt, den anderen einen Anteil schenken. Dazu lädt uns Montfort ein und dazu mahnt uns Hilde Firtel. Von Maria nie genug – das heißt auch, ich kann von Maria nie genug reden, nie genug erzählen, nie genug die anderen einladen, dass sie Maria genauso kennenlernen wie ich sie kennengelernt habe. Lassen wir uns das von Hilde gesagt sein, lassen wir uns dazu von ihr anstecken. Das ist die Maxime ihres Lebens gewesen. Deshalb ist sie zur Mutter der Legion in Deutschland geworden, deshalb ist sie die Frau geworden, die einmal zu mir gesagt hat: „Warum muss ich immer die Klagemauer Deutschlands sein?” Sie hat oft sehr darunter gelitten, dass alle kamen und ihre Sorgen bei ihr abgeladen haben. Und ganz ehrlich habe ich damals gedacht: „Warum regt sie sich so auf, soll sie doch froh sein, dass alle sie sehen und zu ihr kommen und ihren Rat haben wollen.“ Heute verstehe ich sie oft.

Aber es ist ganz unwichtig, welche Stellung wir in der Legion einnehmen, wohin die Muttergottes uns stellt. Wichtig ist, dass wir da, wo die Legion uns anfragt, wo gleichsam Maria zu uns kommt und sagt: „Ich brauche dich an dieser Stelle. Ich will dich jetzt dafür haben!”, dass wir uns immer sehr genau überlegen, ob wir es wagen können, ihr dazu ein Nein zu sagen. Oder ob wir nicht viel mehr den Sprung ins kalte Wasser wagen müssen, einfach weil wir wissen, wenn Maria uns fragt, dann gibt es eine Not. Und auch uns wird sie sagen und auf Jesus hinweisen: „Was Er euch sagt, das tut!”

Wenn wir erkennen, dass etwas der Wille Gottes ist, und selbst wenn es für unser Leben noch so unerträglich aussehen sollte, noch so schwierig, noch so ein riesiges Gebirge, dann dürfen wir zu all diesen Anforderungen Ja sagen, in dem Vertrauen, dass Gott uns eben nicht allein lässt und dass das, was man normalerweise den Priestern sagt, dass es nämlich eine Amtsgnade gibt, die ihnen in den schwierigen Situationen des Lebens und in den Anhäufungen von Bürden, die den Priestern aufgeladen werden, hilft, dass wir das genauso von uns Legionären selber sagen dürfen.

Auch an unserer Seite steht der Heilige Geist, auch uns beschirmt Maria unter ihrem Mantel und lässt uns Schritt für Schritt vorangehen auf dem Weg, den sie uns vorzeichnet. Wenn ich vertrauensvoll meine Hand in ihre lege, dann werden Dinge einfach möglich, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie vollbringen kann. Aber diese Dinge werden eben nur geschehen, wenn ich meine Hand in ihre lege. Darum denke ich, dürfen wir jeden Tag neu beten, dass wir den Mut und die Kraft haben, diese Hand zu ergreifen, uns in den Dienst nehmen und von Maria senden zu lassen. Dann wird sich das Antlitz dieser Erde verändern.

Schlusswort beim PPC-Wochenende von Dr. Jörg Pfeifer, Senatus Frankfurt

Katholikentag in Stuttgart

Der Apostolische Nuntius Dr. Nikola Eterovic mit dem Vize-Präsidenten des Senatus Frankfurt, Br. Georg Kirst

Vom 26.-29.05.2022 fand der Katholikentag statt, bei dem elf Legionäre den Legionsstand betreuten. Wir hatten viele wunderbare Begegnungen.Der Apostolische Nuntius Dr. Nikola Eterovic besuchte unseren Stand und führte ein Gespräch mit dem Vize-Präsidenten des Senatus Frankfurt, Br. Georg Kirst. Radio Horeb kam an unseren Stand. Eine junge Moderatorin von Radio Horeb führte ein Gespräch mit Sr. Helene Stein und Sr. Resi Neumeier über das Rosenkranzknüpfen, das am nächsten Tag gesendet wurde. Dies war ein besonderes Erlebnis.

 

 

Die Legion Mariens – Evangelisation der Welt

Die Legion Mariens ist eine internationale katholische Laienbewegung, die am 7. September 1921 von mehreren Katholiken unter Leitung von Frank Duff in Dublin (Irland) gegründet wurde.
Seit nun etwa 90 Jahren sind engagierte Katholiken der Einladung Jesu gefolgt und haben das Evangelium den Menschen verkündet (vgl. Mk 16,15).
So sind wir heute weltweit vertreten und haben in über 170 Ländern über

  • 3 Millionen aktive und über
  • 10 Millionen betende Mitglieder.

Werden auch Sie Teil an der Sendung der Kirche und helfen Sie mit, die Frohe Botschaft in die Welt zu tragen! Auch für das nächste Jahrzehnt ist dies unser Ziel, das mit Ihrer Hilfe schneller gelingen wird: Kommen Sie einfach zu einem unserer Treffen in Ihrer Umgebung.

Wir verstehen uns als Katholiken, die ihre Berufung als Sauerteig in der Gesellschaft gemeinschaftlich und in Gruppenarbeit lokal wie überregional durch regelmäßiges Gebet und wöchentliches umsetzen.

So halten wir uns treu an die Lehren des Apostolischen Stuhls in Rom durch Loyalität zum Papst.

Als aktive Katholiken verstehen wir die Bibel als authentische Quelle und Inspiration unseres Wirkens und ergänzen unser Glaubenswissen durch das Studium des Katechismus der katholischen Kirche.

Durch unsere marianisch geprägte Spiritualität wollen wir den Menschen einen Weg zu und mit Jesus Christus aufzeigen, der einfach, aufrichtig und familiär ist.

Denn Jesus ist nicht nur unser Herr und Gott. Er will auch unser Bruder und Freund sein.

Durch ihn und mit Hilfe der Gläubigen soll der Wille des himmlischen Vaters erfüllt werden.

Alle Menschen sollen im Glauben eins sein und erkennen, dass sie eine unsterbliche und unendlich geliebte Seele haben, die für das ewige Heil im Himmel bestimmt ist.

Quelle: www.vatican.va

Die Päpste

haben das Wirken der Legion Mariens immer wieder lobend gewürdigt.

Auch Papst Benedikt XVI. sieht sich in dieser Tradition als Förderer und Befürworter unserer Spiritualität und hat dies 2009 in einem Brief an Tommy McCabe (damaliger Präsident des Conciliums in Dublin) bekräftigt.

Wegbereiter weltweiter Ausbreitung >

  • Frank Duff
  • Edel Quinn
  • Alfons Lambe
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