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Frank Duff – Legions-Patron im Jubiläumsjahr 2021

Im folgenden Auszug aus der von Hilde Firtel geschriebenen Biographie über Frank Duff mit dem Titel „Ein Leben für Christus“ dürfen wir nun die Gründung des ersten Präsidiums der Legion Mariens am 07.09.1921 miterleben.
Eines schönen sonntags erzählte Matt Murray, damals Hausmeister im Myra-House, beim üblichen Treffen der Pioniere von einem Besuch in der weiblichen Abteilung des Unionsspitals, den er mit einem anderen Vinzenzbruder gemacht hatte; es handelte sich um ein Fürsorge-Krankenhaus, wo nur Empfänger von Sozialhilfe Aufnahme fanden. Sein Bericht war herzzerreißend.

Das Myra-House in Dublin

So viel inneres und äußeres Elend fand sich nicht leicht anderswo. Besonders die Krebs-Abteilung war schlimm dran; hier verfaulten Menschen bei lebendigem Leib. Der unerträgliche Gestank hielt alle Besucher ab. Es handelte sich bei diesem Besuch um eine Ausnahme, denn üblicherweise besuchten die Vinzenzbrüder nur die Männer-Abteilung. Als nach dem Angelusläuten die Mitglieder beim Tee saßen, fragte jemand: „Könnten die Mädchen nicht regelmäßig die Frauenabteilung besuchen, so wie die Vinzenzbrüder zu den Männern gehen?“ Der Vorschlag fand allgemeine Billigung. „Wer macht mit?“, wurde gefragt. Sechs Freiwillige meldeten sich. „Also wann treffen wir uns?“  Der nächste Mittwoch schien ein guter Tag zu sein, und man einigte sich auf acht Uhr abends. „Versucht doch, noch ein paar Freundinnen mitzubringen!“Frau Kirwan war bereit, die Leitung der neuen Gruppe zu übernehmen, Kaplan Toher, der immer gütige und hilfreiche, sollte sie geistlich betreuen.

Als die Teilnehmer am nächsten Mittwoch erschienen – man hatte eifrig geworben, und es kamen fünfzehn -, waren sie überrascht, auf dem Tisch einen kleinen Muttergottes-Altar zu finden. Die Statue der Gnadenmittlerin war unter den Gegenständen gewesen, die Frank von Gabbett erhalten hatte, als dieser seine Räumlichkeiten aufgab, um zum Militär zu gehen. Jahrelang hatte sie unbeachtet irgendwo im Myra-House herumgestanden. Jetzt aber war sie auf dem Tisch aufgebaut, flankiert von zwei Vasen mit Blumen und zwei brennenden Kerzen auf einem weißen Tuch.

Kein Zweifel, die Mutter wartete auf sie! Keiner von den Erschienenen, auch nicht Frank selbst, ahnte in diesem Augenblick, welch ein Geschehen sich hier anbahnte; nur Maria wusste es.

Lange Zeit war nicht bekannt, wer von den Teilnehmern diesen Gedanken gehabt hatte. Erst nach Jahren stellte sich heraus, dass es Mary Keogh gewesen war, ein Mädchen, das später in einen Orden eintrat.

Der erste Legionsaltar

Der Heilige Geist wurde angerufen und der Rosenkranz gebetet. Dann besprach man sich, wie es weitergehen sollte. Es wurde beschlossen, ein wöchentliches Treffen abzuhalten; die erste Arbeit sollte der Besuch des Unionsspitals sein, und zwar sollte die Arbeit paarweise ausgeführt werden. Vorläufig wollte man keine Männer in die Gruppe aufnehmen, außer Frank, der von Anfang an dabei die treibende Kraft gewesen war; auch wollte man keine materielle Hilfe gewähren, beides mit Rücksicht auf den Vinzenzverein. Man konnte ihm nicht gut neue Mitglieder wegschnappen, und materielle Unterstützung war seine eigenste Aufgabe.  Das Protokoll jener ersten Zusammenkunft ist noch vorhanden und gewährt einen interessanten Einblick. Die Schriftführerin, die man gewählt hatte, gab Franks Namen als ersten auf der Liste der Teilnehmer an; sie wird gewusst haben, warum. Aber dieser Name ist durchgestrichen, und ganz unten steht in Franks eigener Handschrift zu lesen: „An der Sitzung nahm auch Frank Duff teil“. Er war immer bestrebt, seine Rolle bei dieser Gründung zu verschweigen oder zumindest zu verkleinern, und noch Jahre später mochte er es gar nicht, wenn man ihn als den Gründer der Legion Mariens bezeichnete.

Die Teilnehmer einigten sich, so zu den Menschen zu gehen, als ginge Maria selber zu ihnen und sähe in jedem einzelnen ihren göttlichen Sohn. Als dann die Arbeit verteilt wurde, brach beinahe ein Streit aus: eine jede wollte für die Krebsabteilung eingeteilt werden.

Frank horchte auf: gewöhnlich versuchten die Menschen doch, unangenehmen oder schwierigen Aufgaben aus dem Weg zu gehen! Hier war genau das Gegenteil der Fall; dabei waren die Mitglieder doch alle mehr oder weniger unerfahrene junge Dinger. Die Einzige, die ein gewisses Alter erreicht hatte, war Frau Kirwan. Sie war sehr streng mit ihren jungen Schutzbefohlenen, die sie trotzdem achteten und liebten. Sie war sehr arm – sicherlich die ärmste von allen -, und man fühlte, dass sie ganz im Übernatürlichen lebte. Sie war es auch, die bald darauf den Brauch einführte, einmal im Monat vier Grundforderungen der Arbeit in der neuen Bewegung zu verlesen.

Das Unionsspital wurde von den Vinzentinerinnen geleitet, die auf Englisch „Sisters of Mercy“ heißen, Schwestern von der Barmherzigkeit. Als sie von der neuen Gruppe und ihrer Zielsetzung hörten, versprachen sie, am kommenden Sonntag Messe und Kommunion für ihr Gedeihen aufzuopfern. Sozusagen als Gegengabe wählte die kleine Schar den Namen „Vereinigung der Muttergottes von der Barmherzigkeit“.

Mehrere Jahre danach ergab sich die Notwendigkeit, etwas über die Bewegung, die inzwischen gewaltig gewachsen war, schriftlich niederzulegen. Es sollte daher auch das Gründungsdatum genannt werden; aber niemand wusste es noch.

„Wann war das bloß?“, fragten die Mitglieder einander.

„1921 natürlich, aber in welchem Monat?“ „Es muss Anfang September gewesen sein“. Schließlich wurde das alte Protokollbuch befragt, das Frank vorsorglich aufgehoben hatte. Der Tag der ersten Zusammenkunft war der 7. September.

„Wie schade!“, meinten einige. „Der 8. wäre doch viel passender gewesen – Mariä Geburt und die Geburt der Legion Mariens!“ (Diesen Namen hatte die Bewegung inzwischen angenommen). Aber Frank Duff sah tiefer. Er war ja liturgisch bewandert, betete er doch täglich das priesterliche Brevier. Außerdem aber hatte er ein besonderes Talent im Aufspüren von Zusammenhängen, die sich nur übernatürlich erklären ließen.

Am 7. September um acht Uhr abends betet die Kirche die erste Vesper des Marienfestes. Am 8. September um acht Uhr abends ist das Fest vorbei – da steht bereits das Offizium des nächsten Tages an.

Mit dem Auftakt ihres eigenen Geburtstages sollte Marias Legion geboren werden.

Aus: Ein Leben für Christus, S. 35-39

Die Legion Mariens – Evangelisation der Welt

Die Legion Mariens ist eine internationale katholische Laienbewegung, die am 7. September 1921 von mehreren Katholiken unter Leitung von Frank Duff in Dublin (Irland) gegründet wurde.
Seit nun etwa 90 Jahren sind engagierte Katholiken der Einladung Jesu gefolgt und haben das Evangelium den Menschen verkündet (vgl. Mk 16,15).
So sind wir heute weltweit vertreten und haben in über 170 Ländern über

  • 3 Millionen aktive und über
  • 10 Millionen betende Mitglieder.

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Wir verstehen uns als Katholiken, die ihre Berufung als Sauerteig in der Gesellschaft gemeinschaftlich und in Gruppenarbeit lokal wie überregional durch regelmäßiges Gebet und wöchentliches umsetzen.

So halten wir uns treu an die Lehren des Apostolischen Stuhls in Rom durch Loyalität zum Papst.

Als aktive Katholiken verstehen wir die Bibel als authentische Quelle und Inspiration unseres Wirkens und ergänzen unser Glaubenswissen durch das Studium des Katechismus der katholischen Kirche.

Durch unsere marianisch geprägte Spiritualität wollen wir den Menschen einen Weg zu und mit Jesus Christus aufzeigen, der einfach, aufrichtig und familiär ist.

Denn Jesus ist nicht nur unser Herr und Gott. Er will auch unser Bruder und Freund sein.

Durch ihn und mit Hilfe der Gläubigen soll der Wille des himmlischen Vaters erfüllt werden.

Alle Menschen sollen im Glauben eins sein und erkennen, dass sie eine unsterbliche und unendlich geliebte Seele haben, die für das ewige Heil im Himmel bestimmt ist.

Quelle: www.vatican.va

Die Päpste

haben das Wirken der Legion Mariens immer wieder lobend gewürdigt.

Auch Papst Benedikt XVI. sieht sich in dieser Tradition als Förderer und Befürworter unserer Spiritualität und hat dies 2009 in einem Brief an Tommy McCabe (damaliger Präsident des Conciliums in Dublin) bekräftigt.

Wegbereiter weltweiter Ausbreitung >

  • Frank Duff
  • Edel Quinn
  • Alfons Lambe
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