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Herzlich willkommen auf der Website der Legion Mariens!

75 Jahre Legion Mariens in Deutschland:  Am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (08.12) jährt sich die Gründung des ersten deutschen Prasidiums zum 75 Mal. Dieses Jubiläum lädt uns ein, einen Blick in eine der dunkelsten Abschnitte der deutschen Geschichte zu wagen. Auch hier zeigt sich wieder einmal, dass Gott bei den Menschen ist. Selbst in solchen Momenten kann er Grundlagen legen, die in eine bessere Zukunft führen. Hilde Firtel hat in ihrer Autobiografie „Gesandtin ohne Diplomatenpass“ davon Zeugnis gegeben.

Es war ein trüber Herbsttag des Jahres 1944, als ein junger Mann sich mit sichtlicher Anstrengung in einen Buchladen des schwäbischen Städtchens Ravensburg schleppte. In gebrochenem Deutsch fragte er, ob er seinen Rucksack und sein

Père Bernard Pénélon

Père Bernard Pénélon

Gepäck hier ein wenig abstellen dürfe; er sei eben aus Frankreich eingetroffen und während der Fahrt erkrankt. (…)
Mitleidig nahm die junge Buchhändlerin sich des Kranken an, gerne wurde seine Bitte gewährt. (…)
Als er nach einiger Zeit wiederkam, um sich für die erwiesene Freundlichkeit zu bedanken, ergab sich ein zwangloses Gespräch. Und da erfuhr Thea, denn so hieß die Buchhändlerin, dass er, Bernard Pénélon, Ordensmann von La Salette und Student der Theologie sei.
Seine Altersgenossen – er gehörte dem Jahrgang 1922 an – seien samt und sonders aus Frankreich zur Zwangsarbeit nach Deutschland ab kommandiert worden, und obwohl er als Theologe diesem Schicksal hätte entgehen können, habe er sich doch nicht davor drucken wollen; denn (…) es sei doch so notwendig, diesen jungen Menschen eien inneren Halt zu geben, sie von Ziet zu Zeit auf das Übernatürliche hinzuweisen! Thea war erschüttert von dem selbstlosen Opfergeist dieses jungen Menschen, von seiner apostolischen Gesinnung. Freilich wusste sie damals noch nichts von der Art und Weise seines Wirkens . Denn Bernard war nicht nur Ordensmann er war auch Legionär Mariens; und war ihm gelungen unter seinen französischen Arbeitskameraden ein Präsidium zu gründen, natürlich im Geheimen. Eines Tages aber kam ihm plötzlich wie ein Blitz der Gedanke: Warum nicht versuchen die Legion auch unter den Deutschen einzuführen? (…) Da fielen ihm plötzlich Thea und der Buchladen ein. Die katholische Literatur im Schaufenster verriet doch einen gewissen Bekennermut. (…) Und dass Thea katholisch genug war, um sich aber allen kleinlichen Nationalismus hinwegzusetzen, das hatte sie ja schon damals unter Beweis gestellt, als er krank und erschöpft bei ihr angekommen war und ihre Hilfsbereitschaft in Anspruch genommen hatte.
Und so trat er eines Tages wieder in den Laden. „Ich möchte Ihnen etwas anvertrauen“, begann er kühn. (…) „Haben Sie jemals etwas von der Legion Mariens gehört?“ Und als das Mädchen hinter dem Ladentisch verneinte, begann er zu erzählen von jener großen marianischen Bewegung, die daran war wie ein neuer Pfingststurm die Welt zu erfassen. Sein Deutsch war gebrochen, und manche Ausdrücke fehlten ihm, aber die Glut seines Herzens ersetze die sprachlichen Mängel. Das Erstaunen auf Theas Gesicht wandelte sich in Interesse und schließlich in Begeisterung „Das ist ja wunderbar!“ stieß sie schließlich hervor, als er geendet hatte. „Ich kenne einige ganz eifrige Leute hier, die sich durch keinen Terror einschüchtern lassen. Ich glaube, die werden auf den Gedanken ebenso anspringen wie ich.“ (…) Und kurz darauf, als Frater Penelon wieder den Buchladen betrat, erfuhr er zu seiner großen Freude, dass nun eine Gruppe von fünf Personen bereit sei, den Start zu wagen. Nun muss ja vor der Einführung der Legion Mariens in einem Land oder einer Diözese zunächst der Bischof seine Zustimmung erteilen. Aber wie sollte man im vorliegenden Fall diese Erlaubnis einholen? Der zuständige Oberhirte, Bischof Sproll von Rottenburg, (…) saß in der Verbannung und war nicht erreichbar So entschied man – wohl berechtigterweise- dass hier außergewöhnliche und in den Satzungen der Legion nicht vorgesehene Umstände vorlagen, und begnügte sich damit, unter priesterlicher Führung zu arbeiten. Und siehe da, es fand sich ein Priester, der nicht nur gewillt war, die geistliche Leitung der Gruppe zu übernehmen, sondern für eine solche Aufgabe geradezu vorherbestimmt zu sein schien. Es war der seeleneifrige Pater Schuster aus der Genossenschaft der Herz-Jesu-Priester. Das nächste große Problem waren die Gebete und das Handbuch der Legion. Frater Pénélon hatte ein Handbuch mitgebracht, aber es war in französischer Sprache. Doch auch hier hatte die Vorsehung die Abhilfe bereitgestellt. Pater Schuster, so stellte es sich heraus, besaß ausreichende französische Kenntnisse, um das Handbuch zu übersetzen. Und bald stürzte er sich mit Begeisterung in die Arbeit. Als erstes wurden die Gebete übersetzt, die bei jeder Zusammenkunft verrichtet werden. Damit war man so weit, dass man an den praktischen Beginn denken konnte. Und so wurde der Tag der ersten Zusammenkunft festgesetzt. Es war der 8. Dezember 1944. (…)
Und dann kam der Tag an dem die erste Legionsversammlung abgehalten wurde. (…)
Man fühlte geradezu die Gegenwart der Gottesmutter in der jungen Gemeinschaft. Freilich musste alles streng geheim gehalten werden, die Arbeit genauso wie die Versammlungen. Man vervielfältigte – mit der Hand oder der Schreibmaschine – katholisches Schrifttum: Die Reden des Heiligen Vaters, die dem deutschen Volk vorenthalten wurden, die Hirtenbriefe der Bischöfe, die nicht von den Kanzeln verlesen werden durften, einzelne besonders kühne Predigten mutiger Priester, die Stellungnahme der Kirche zu den brennenden Fragen des Tages. Diese Schriften wurden dann anonym verschickt oder in die Briefkästen geworfen. Auch das Lazarett wurde von den Legionären besucht. Die Versammlungen konnten aus Sicherheitsgründen weder an einem bestimmten Tag, noch an einem bestimmten Ort gehalten werden – das wäre der Geheimen Staatspolizei, die ja jede Versammlung verboten hatte, aufgefallen. Jede Woche fand das Treffen an einem anderen Tag statt

Ravensburger Legionäre 1954

Ravensburger Legionäre 1954

Die Legion Mariens – Evangelisation der Welt

Die Legion Mariens ist eine internationale katholische Laienbewegung, die am 7. September 1921 von mehreren Katholiken unter Leitung von Frank Duff in Dublin (Irland) gegründet wurde.
Seit nun etwa 90 Jahren sind engagierte Katholiken der Einladung Jesu gefolgt und haben das Evangelium den Menschen verkündet (vgl. Mk 16,15).
So sind wir heute weltweit vertreten und haben in über 170 Ländern über

  • 3 Millionen aktive und über
  • 10 Millionen betende Mitglieder.

Werden auch Sie Teil an der Sendung der Kirche und helfen Sie mit, die Frohe Botschaft in die Welt zu tragen! Auch für das nächste Jahrzehnt ist dies unser Ziel, das mit Ihrer Hilfe schneller gelingen wird: Kommen Sie einfach zu einem unserer Treffen in Ihrer Umgebung.

Wir verstehen uns als Katholiken, die ihre Berufung als Sauerteig in der Gesellschaft gemeinschaftlich und in Gruppenarbeit lokal wie überregional durch regelmäßiges Gebet und wöchentliches umsetzen.

So halten wir uns treu an die Lehren des Apostolischen Stuhls in Rom durch Loyalität zum Papst.

Als aktive Katholiken verstehen wir die Bibel als authentische Quelle und Inspiration unseres Wirkens und ergänzen unser Glaubenswissen durch das Studium des Katechismus der katholischen Kirche.

Durch unsere marianisch geprägte Spiritualität wollen wir den Menschen einen Weg zu und mit Jesus Christus aufzeigen, der einfach, aufrichtig und familiär ist.

Denn Jesus ist nicht nur unser Herr und Gott. Er will auch unser Bruder und Freund sein.

Durch ihn und mit Hilfe der Gläubigen soll der Wille des himmlischen Vaters erfüllt werden.

Alle Menschen sollen im Glauben eins sein und erkennen, dass sie eine unsterbliche und unendlich geliebte Seele haben, die für das ewige Heil im Himmel bestimmt ist.

Quelle: www.vatican.va

Die Päpste

haben das Wirken der Legion Mariens immer wieder lobend gewürdigt.

Auch Papst Benedikt XVI. sieht sich in dieser Tradition als Förderer und Befürworter unserer Spiritualität und hat dies 2009 in einem Brief an Tommy McCabe (damaliger Präsident des Conciliums in Dublin) bekräftigt.

Wegbereiter weltweiter Ausbreitung >

  • Frank Duff
  • Edel Quinn
  • Alfons Lambe
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