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Edel Mary Quinn – Legions-Patronin für das Jahr 2020

Der nachfolgende Text ist ein Auszug aus der Broschüre „Ein Mädchen erobert Afrika“.

Wir wollen die Triebfeder ihres Handelns beleuchten. Außerdem soll das Ende ihres kurzen Lebens in unseren Fokus rücken.

Edel auf dem Totenbett

Was war es nun eigentlich, was dieses schwerkranke Menschenkind befähigte, Strapazen zu ertragen, die selbst für einen Gesunden beträchtlich gewesen wären? Wir haben von Edels Seeleneifer und ihrer Gottesliebe gesprochen. Aber die Kraft zu diesem Seeleneifer, die Nahrung für ihre Gottesliebe holte Edel sich immer wieder im Brot der Engel. Edels Liebe zum Allerheiligsten Altarssakrament war ihr hervorstechender Zug. Es wird erzählt, dass sie unter den schwierigsten Umständen manchmal bis Mittag nüchtern blieb, nur um noch kommunizieren zu können. Die heutigen Erleichterungen des Nüchternheitsgebotes gab es damals noch nicht. Eines Abends hatte sie eine Panne mitten im Urwald. Sie musste 16 km zu Fuß gehen, um das nächste Wirtshaus zu finden. Es war nach Mitternacht, als sie dort anlangte, aber sie nahm nichts zu sich. Am nächsten Morgen holte sie einen Mechaniker, legte mit ihm wieder zu Fuß die 16 km bis zum Wagen zurück, wartete, bis das Auto repariert war, und begab sich dann auf ihre Reise. Um elf Uhr vormittags langte sie in der Missionsstation, die ihr Ziel war, an, und bat sogleich um die heilige Kommunion. Sie war 17 Stunden nüchtern geblieben.

Das Ärgste, was es für sie gab, war der Verzicht auf diese Nahrung ihrer Seele. Als sie in Johannesburg einige Zeit in einem protestantischen Sanatorium weilte, wo sie nicht täglich kommunizieren konnte, erklärte sie, nun könne sie sich einen Begriff von den Leiden der Hölle machen.
Zweitens aber fand Edel die Kraft zu ihrem heroischen Apostolat in der Ganzhingabe an Maria, die Königin der Apostel. „Das Geheimnis Mariens“, jenes wunderbare Büchlein des heiligen Ludwig Maria von Montfort begleitete sie auf allen ihren Reisen. Immer und immer wieder nahm sie es zur Hand, immer wieder schöpfte sie neuen Mut und Kraft daraus. Die Weihe an Maria war für sie kein einmaliger Akt, sondern ein Lebensumstand.
Edel sprach niemals von ihrem Seelenleben. Sie sprach überhaupt nicht gerne von sich selbst; aber kaum einer hat sie jemals von ihrem Gebet oder irgendeinem religiösen Erlebnis reden hören. Alles, was wir von ihr besitzen, sind die Aufzeichnungen der Vorsätze, die sie manchmal nach Exerzitien niederschrieb. Aber diese kurzen, hingeworfenen Sätze enthüllen uns eine Welt.
Täglich will ich mich prüfen, wie weit ich den Tag für Jesus und den Vater mit Maria gelebt habe.“
Ich muss Gnadenbringerin sein für jede Seele, d.h. Maria muss es durch mich sein.“
Ich will Maria bitten, den Seelen durch mich so viel Gutes als möglich zu tun und meine Fehler wieder auszugleichen.“
Ich muss meine Gedanken zum Schweigen bringen, wenn ich geneigt bin, andere zu kritisieren.“
Es ist unsere Pflicht, zu arbeiten, wenn wir auch manchmal lieber still bei Gott sein möchten. Sein Wille allein zählt.“
Das Wort „Ganzhingabe“ bedeutete für Edel kein frommes Gefühl, sondern genau das, was der Name besagt: Die völlige und bedingungslose Übergabe der eigenen Person, aller Fähigkeiten und aller Güter, der inneren wie der äußeren. In ihren Notizen finden sich folgende Zeilen: „Was ich schließlich noch aufgeben muss: das Eigentumsrecht über meine eigene Seele, die Verfügungsgewalt über meine Handlungen, die Freiheit, Entscheidungen zu treffen. Ich will mich freuen, dass Gott all dies durch seine Vertreter von mir fordert. Nichts will ich zu Eigen haben.

Nein, nichts, gar nichts zu Eigen haben (…).“

Edels Grab auf dem Friedhof in Nairobi

Unermüdlich setzte sie ihre Reisen fort. Dann kehrte sie völlig erschöpft in das Kloster der deutschen Schwestern vom kostbaren Blut in Nairobi zurück, das ihr schon länger gastliche Aufnahme gewährt hatte. Jedermann konnte sehen, dass es mit ihr zu Ende ging.
Edel begab sich zu Bett, aber selbst in ihrer äußersten Schwäche sandte sie die wöchentlichen Berichte nach Dublin, als ob nichts geschehen wäre. (…)
Es schien, als würde Edel sich allen Voraussetzungen zum Trotz nochmals erholen. Ja, sie hatte sogar den Plan gefasst, am 13. Mai für einige Wochen zur weiteren Erholung zu verreisen.
Es war am Vorabend ihrer Abreise, am 12. Mai. Edel hatte ihre Reisevorbereitungen beendet und verbrachte den Nachmittag auf einem Strecksessel im Gartenhäuschen. Ein Missionar besuchte sie. Wie immer verstand Edel es, die Unterhaltung von ihrer eigenen Person und ihrem Gesundheitszustand abzulenken und auf die Legion zu bringen. Der Priester verließ sie kurz vor sechs Uhr mit dem Eindruck, dass ihr Zustand der gleiche sei, wie während der vorhergehenden Wochen. Eine halbe Stunde später kam eine Legionärin und fand Edel bewusstlos: ein ernster Herzanfall. Die Schwestern eilten herbei, leisteten ihr Hilfe. Edel erlangte das Bewusstsein wieder. „Was ist geschehen?“ fragte sie. „Kommt Jesus?“

Der Arzt und ein Priester wurden geholt. Man konnte Edel nicht mehr ins Haus bringen. Die Kerzen wurden im Gartenhäuschen entzündet, und dort, auf ihrem Strecksessel, spendete der Priester ihr die heilige Ölung. Edel lächelte. Bei vollem Bewusstsein folgte sie der heiligen Handlung. Der quälende Anfall war zum Stillstand gekommen. Aber kaum war die Zeremonie vorbei, da begann er von neuem.

Mit größter Behutsamkeit trug man die Sterbende in ihr Zimmer. Der Priester stellte die Statue der Unbefleckt Empfangenen ans Bett, so dass Edel sie sehen konnte; jene Statue, die bei jeder Zusammenkunft der Legion Mariens den Tisch ziert. Dann reichte man Edel das Kruzifix, das sie mehrmals küsste. Keuchend ging ihr Atem. Noch einmal neigte sie den Kopf und sagte mit letzter Kraft: „Jesus, Jesus!“

Es war ein Zeichen der großen Wertschätzung, deren Edel sich im Kloster erfreute, dass die Schwestern sie im Weißen Habit des Ordens vom kostbaren Blut aufbahrten. So schien sich im Tode noch ihre Sehnsucht nach der klösterlichen Berufung zu erfüllen.

Am Sonntag, den 14. Mai, fand das Begräbnis statt. Bischof Heffernan von Nairobi nahm die Zeremonien vor; mehr als 20 Priester und eine unübersehbare Menge gaben ihr das letzte Geleit. Ihr Begräbnis glich einem Triumphzug; niemals hatte Nairobi etwas Ähnliches gesehen. Legionäre trugen Edels Sarg auf den Schultern zum Friedhof. Auf dem Weg betete man den Rosenkranz. Und als der Sarg in die Erde gesenkt war, da kam aus tausend Kehlen das hohe Gebet der Legion, das Magnifikat. Ja, es schien, als würde kein anderes Gebet sich eignen, um dieses Leben zu beschreiben, das sich im Dienste Gottes und der Mitmenschen verzehrt hatte: „Denn der Mächtige hat Großes hat an mir getan, und sein Name ist heilig.“ (…)

Inzwischen war Edels letzter Brief in Dublin angekommen. Es hieß darin: „Ich war nach meiner Reise nach Kisumu sehr erschöpft, darum ruhe ich mich jetzt aus.“ Es war das erste Mal, dass Edel von ihrer Erschöpfung gesprochen hatte. Frank Duff, der Präsident des Conciliums, ahnte sogleich, dass dies das Ende bedeuten müsse. Tatsächlich erreichte ihn wenige Minuten später ein Telegramm aus Nairobi, das ihm die Todesnachricht brachte.

Noch eine Ehre war Edel vorbehalten. Die Nachricht von ihrem Hinscheiden war auch im Vatikan bekannt geworden. Da man wegen des Krieges nicht wissen konnte, ob Dublin diese Nachricht ebenfalls erhalten hatte, sandte der Kardinalstaatssekretär Maglione im Namen des Heiligen Vaters, Papst Pius XII. (1939-58), ein Telegramm nach Dublin, in dem er dem Concilium von Edels Tod Mitteilung machte und ihre unermüdliche apostolische Arbeit in Afrika lobend erwähnte.

Aus: Ein Mädchen erobert Afrika, S. 45-55

Die Legion Mariens – Evangelisation der Welt

Die Legion Mariens ist eine internationale katholische Laienbewegung, die am 7. September 1921 von mehreren Katholiken unter Leitung von Frank Duff in Dublin (Irland) gegründet wurde.
Seit nun etwa 90 Jahren sind engagierte Katholiken der Einladung Jesu gefolgt und haben das Evangelium den Menschen verkündet (vgl. Mk 16,15).
So sind wir heute weltweit vertreten und haben in über 170 Ländern über

  • 3 Millionen aktive und über
  • 10 Millionen betende Mitglieder.

Werden auch Sie Teil an der Sendung der Kirche und helfen Sie mit, die Frohe Botschaft in die Welt zu tragen! Auch für das nächste Jahrzehnt ist dies unser Ziel, das mit Ihrer Hilfe schneller gelingen wird: Kommen Sie einfach zu einem unserer Treffen in Ihrer Umgebung.

Wir verstehen uns als Katholiken, die ihre Berufung als Sauerteig in der Gesellschaft gemeinschaftlich und in Gruppenarbeit lokal wie überregional durch regelmäßiges Gebet und wöchentliches umsetzen.

So halten wir uns treu an die Lehren des Apostolischen Stuhls in Rom durch Loyalität zum Papst.

Als aktive Katholiken verstehen wir die Bibel als authentische Quelle und Inspiration unseres Wirkens und ergänzen unser Glaubenswissen durch das Studium des Katechismus der katholischen Kirche.

Durch unsere marianisch geprägte Spiritualität wollen wir den Menschen einen Weg zu und mit Jesus Christus aufzeigen, der einfach, aufrichtig und familiär ist.

Denn Jesus ist nicht nur unser Herr und Gott. Er will auch unser Bruder und Freund sein.

Durch ihn und mit Hilfe der Gläubigen soll der Wille des himmlischen Vaters erfüllt werden.

Alle Menschen sollen im Glauben eins sein und erkennen, dass sie eine unsterbliche und unendlich geliebte Seele haben, die für das ewige Heil im Himmel bestimmt ist.

Quelle: www.vatican.va

Die Päpste

haben das Wirken der Legion Mariens immer wieder lobend gewürdigt.

Auch Papst Benedikt XVI. sieht sich in dieser Tradition als Förderer und Befürworter unserer Spiritualität und hat dies 2009 in einem Brief an Tommy McCabe (damaliger Präsident des Conciliums in Dublin) bekräftigt.

Wegbereiter weltweiter Ausbreitung >

  • Frank Duff
  • Edel Quinn
  • Alfons Lambe
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